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Die Ergebnisse waren größtenteils positiv, insbesondere im Vergleich zu vielen anderen Entwicklungsländern. Abgesehen von extremen Dürrejahren wie 1979 und 1987 war ein beständiges Wirtschaftswachstum zu verzeichnen; zwischen 1965 und 1980 lag das Wachstum real (im Verhältnis zum Bevölkerungswachstum) bei jährlich 3,5 Prozent, während der achtziger Jahre sogar bei mehr als fünf Prozent. Inflationsrate und Staatsverschuldung konnten im Allgemeinen auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Die Agrarproduktion stieg ebenfalls beträchtlich an, so dass die Gefahr einer größeren Hungerkatastrophe nunmehr gebannt ist. Die Basis eines modernen Industriestaates ist gelegt; Indien ist heute der neuntgrößte Stahlproduzent der Welt. Die Wachstumsraten waren aber immer noch zu niedrig, um sich spürbar auf das Einkommen der Bevölkerungsmehrheit auszuwirken. Mehr als 60 Prozent der Kinder unter fünf Jahren waren unterernährt; sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen stehen nur einer Minderheit der Bevölkerung zur Verfügung. 1991 wurde P. V. Narasimha Rao Premierminister und leitete einen tief greifenden Wandel in der Wirtschaftspolitik ein. Zahlreiche Kontrollen über den privaten Sektor wurden aufgehoben und das staatliche Monopol in bestimmten Bereichen gelockert. Die Wirtschaft wurde durch Zollsenkungen und die Anwerbung ausländischer Investoren geöffnet. Diese Änderungen erfolgten teilweise im Hinblick auf die Erzielung höherer Wachstumsraten. Gleichzeitig war die Regierung jedoch gezwungen, die öffentlichen Ausgaben zu kürzen, die Inflation zu verringern, die Staatsschulden zurückzuzahlen und die Zahlungsbilanz auszugleichen - all diese Probleme waren aufgrund des Golfkrieges und der starken Kreditaufnahme Ende der achtziger Jahre immer akuter geworden. Von 1991 bis 1992 fiel das Wirtschaftswachstum auf 1,1 Prozent; 1994 war es wieder auf über 5,3 Prozent angestiegen. Entsprechend dem Wandel auf Bundesebene wurden auch auf einzelstaatlicher Ebene Änderungen vorgenommen. Die Bundesstaaten haben einen beträchtlichen Einfluss auf die Innenpolitik und interpretieren die Bundespolitik auf unterschiedliche Weise. In einigen Staaten wie Westbengalen hat der Staat einen weit größeren Einfluss auf die Wirtschaft als in anderen Bundesstaaten. In Maharashtra dagegen ist die Wirtschaft traditionell marktorientiert. Seit 1991 haben jedoch fast sämtliche Staaten den Weg für ausländisches Kapital frei gemacht, die Kontrolle des privaten Sektors gelockert und erste Privatisierungen staatlicher Unternehmen eingeleitet. |