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Etwa 71 Prozent des indischen Energiebedarfs werden über Wärmekraftwerke unter Einsatz von Kohle oder Erdöl gedeckt. 27 Prozent werden in Wasserkraftwerken und weitere zwei Prozent in Kernkraftwerken wie in Kota oder in der Nähe von Bombay erzeugt. Obwohl die Kapazitäten ständig erweitert werden, können sie nicht mit dem zunehmenden Bedarf mithalten; daher kommt es häufig zur Energieknappheit, unter der insbesondere das produzierende Gewerbe zu leiden hat. Zu Beginn der Unabhängigkeit 1947 gehörte Indien zu den verkehrsmäßig am besten erschlossenen früheren britischen Kolonien; insbesondere das Eisenbahnnetz war vorbildlich ausgebaut. Seitdem wurde die bestehende Infrastruktur durch Verlängerung des Straßennetzes und die Einrichtung eines Binnenflugverkehrs stark ausgeweitet. Der Großteil des Güterverkehrs wird aber immer noch über das staatliche Eisenbahnnetz abgewickelt. Die Gesamtlänge des Schienennetzes beträgt etwa 65 000 Kilometer; 17 Prozent davon sind elektrifiziert. Es werden drei unterschiedliche Spurbreiten verwendet. Die Länge des Straßennetzes beträgt mehr als zwei Millionen Kilometer; die Hälfte davon ist befestigt. Die wichtigsten indischen Häfen wie Kalkutta, Bombay, Madras und Vishakhapatnam werden von Fracht- und Passagierschiffen aus allen Teilen der Erde angelaufen. Der zivile Luftverkehr wurde 1953 verstaatlicht: Die Fluggesellschaft Air India übernimmt internationale Langstreckenflüge, Indian Airlines wickelt den Binnenflugverkehr ab. Seit 1991 wurden einige nationale Luftstraßen für den privaten Sektor geöffnet. Das Flugverkehrsaufkommen ist erheblich gestiegen, heute wird nicht mehr nur zwischen den Großstädten ein regelmäßiger Flugverkehr aufrechterhalten, sondern auch zu abgelegenen Teilen des Himalaya und des Nordosten Indiens. |